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Hans Bebermeier
(wann? wo?) Fortschritte im frühen Fremdsprachenunterricht: Erfahrungen – Bedürfnisse – Konsequenzen
Was sagen die Betroffenen selbst ? Erste
Auswertungsergebnisse von Befragungen, die im 1. Schulhalbjahr der 5.
Klassen an Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien in NRW und NS
durchgeführt wurden, werden dargestellt. Ihre deutlichen Hinweise auf |
Carmen Becker
(wann? wo?) The advanced junior portfolio model – pie in the sky or the sine qua non for competency based and standard oriented assessment? The conditions for learning and teaching English at German primary schools have undergone drastic changes over the last few years: English language teaching has become competency based and standard oriented. In order to ensure the continuity and success of the learning process, it has become extremely important for teachers to expand the students' intercultural communicative competence. But many teachers still feel uneasy about what level of competence their students have actually acquired. They see problems in assessing language competence. So it doesn't come as much of a surprise that teachers often assess their students' language competence by doing a vocabulary test or some isolated grammar drills. Concepts such as the portfolio or standard oriented assessment have become buzzwords among teachers and in educational journals. In spite of the popularity of such concepts among the educational authorities, we must be aware of the fact that there are lots of unresolved issues and there is little experience concerning the assessment of young learners which we might build upon. By giving concrete examples, using an advanced portfolio model – this paper will address these two questions and try to find answers:
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Janice Bland
(wann?
wo?) Picture Books and Literacy Skills Picture books are complex texts. The interplay of word and image can elicit surprising exchanges, revealing something freshly significant on each new reading. The pictures can echo with meaning, drawing children into the world of the book and holding them there long enough for imaginative and creative interaction with the text. It would seem that the affective dimension of children’s response to pictures casts a spell of wonder. All sorts of literacies are involved in learning with picture books. Functional literacy, learning to read and write, can be supported by the mnemonic patterning (e.g. rhythm, rhyme, repetition, onomatopoeia and alliteration) of many literary picture books. Visual literacy involves reading pictures critically, with deep thinking about meanings across signifying systems. This is a paramount skill in a multi-media world, where the image has become a dominant tool of communication. Cultural literacy may be exercised through the sharing of picture books. Pictures can perform as windows on different cultural contexts, and as an opening for the imaginative understanding of otherness. “Literary” literacy, taking pleasure in reading between the lines, constructing meanings, discovering reading secrets, is an all-important complement to functional literacy. Many ingenious picture books surprise and perplex readers, while stimulating them to ask questions and construct their own interpretation. The intention of this paper is to explore picture books as a gateway to literacy and the habit of reading for young learners on the threshold from primary to secondary education. |
Ulrich Bliesener
(wann? wo?) Heiner Böttger Kommunikative Unterrichtsformen und Feststellung des Lernfortschritts im Fremdsprachenunterricht an Grundschulen Kommunikativer Fremdsprachenunterricht in der Grundschule ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine hohe Sprechbereitschaft der Grundschüler sowie vorhandene Kompetenzen im grundlegenden Hörverstehen und elementaren Sprechen. Kindgerechte, multisensorische und ganzheitliche methodische Verfahren sollen die Fähigkeit zum kommunikativen Sprachhandeln befördern. Daraus ergibt sich der Ansatz für die notwendige Evaluation und die Feststellung des Lernfortschritts. Diese Aspekte sind – im Fremdsprachenunterricht an Grundschulen und darüber hinaus - primär Elemente des Vermittlungs- und Aneignungsprozesses. Sie dienen vor allem auch dazu, möglichst frühzeitig Aneignungsprobleme zu erkennen, damit didaktisch und methodisch, aber auch pädagogisch angemessen darauf reagiert werden kann, etwa durch Wiederholung, durch individuelle Fördermaßnahmen oder durch Änderungen in den Vermittlungsmethoden. Die Ergebnisse wiederum fließen ein in die weitere Planung und Implementierung der nächsten Unterrichtsschritte. Der Vortrag soll am Beispiel von mündlichen Sprachleistungen zeigen, wie Sprachaufgaben in kommunikativen Unterrichtsformen gestellt werden müssen, damit die ganze Bandbreite von Einzelaspekten einer komplexen Sprachleistung herausgefordert und beobachtbar gemacht wird und so ein Lernfortschritt oder Lernschwierigkeiten und ihre Ursachen erkannt werden können. |
Otfried Börner
(wann? wo?) Englisch in Klasse 5: Frust oder Lust? Noch immer zählt der fortgeführte Englischunterricht in Klasse 5 zu den Problembereichen des Faches. Die neue Lernausgangslage stellt die Lehrkräfte vor Herausforderungen, die zu bewältigen oft mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sind. Nur zu oft liegen die Ursachen in falschen Erwartungen. In dieser Veranstaltung werden auf der Grundlage wissenschaftlicher Befunde (KESS 4 und KESS 7 in Hamburg und evening in Nordrhein-Westfalen) sowie umfangreicherer Unterrichtsbeobachtungen zunächst die zu erwartenden (und nicht zu erwartenden) Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Anschluss an einen zweijährigen Grundschulunterricht vorgestellt. Daran schließen sich Vorschläge für einen nachhaltigen fortgeführten Englischunterricht an, der für Lehrende wie Lernende eine kontinuierliche Fortführung erwarten lässt und eher von Erfolgserlebnissen als von Frustration geprägt ist. |
Petra Burmeister
(wann? wo?) Thorsten Piske Schriftlichkeit im fremdsprachlichen Sachfachunterricht an der Grundschule In der Literatur zum frühen Fremdsprachenlernen findet man unterschiedliche Ansichten dazu, ab wann Grundschülerinnen und -schüler mit dem Schriftbild einer Fremdsprache konfrontiert werden sollten. Zum einen wird argumentiert, dass Interferenzen zwischen dem Schriftbild der Erstsprache und dem der Fremdsprache vermieden werden müssten. Schülerinnen und Schüler sollten somit nicht mit dem Lesen und Scheiben in einer Fremdsprache beginnen, bevor sie ausreichend Zeit dazu hatten, sich mit dem Schriftbild ihrer Erstsprache vertraut zu machen. Zum anderen ist aber auch des Öfteren beobachtet worden, dass Grundschulkindern das gleichzeitige Erlernen der Schriftbilder zweier Sprachen weniger Probleme bereitet, als häufig angenommen wird. *Wehn Lasse is in the school his mother take care of disabled children. Dieser Satz ist Teil eines Berichts, den Drittklässler einer norddeutschen Immersionsklasse zum Sachunterrichtsthema My Neighbours verfassen sollten. In dieser Klasse werden die Kinder vom 1. bis zum 4. Schuljahr in allen Fächern - bis auf Deutsch - auf Englisch unterrichtet. Die englische Schrift ist von der 1. Klasse an im Unterricht präsent, z.B. in Arbeitsbögen oder auf Wandpostern. Systematisch vermittelt wird sie aber nicht. In diesem Vortrag wird anhand von Daten aus vier Klassenstufen gezeigt, wie sich die Schreibfähigkeiten von Immersionskindern entwickeln und wie sie insgesamt mit dem Schriftbild der Fremdsprache umgehen. Die Daten unterstützen die Annahme, dass Grundschulkindern eine frühe Begegnung mit den Schriftbildern zweier Sprachen weniger Schwierigkeiten bereitet, als oftmals befürchtet wird. |
Christoph Edelhoff
(wann? wo?) Englisch lernen im Kontinuum Die Fortführung von Grundschulenglisch in weiterführenden Schulen Unter den Stichworten Attitudes, Knowledge und Skills, Language Awareness und Language Growth werden die Schnittflächen zwischen Englischunterricht in der Grundschule und in den Jahrgangstufen 5/6 weiterführender Schulen thematisiert, die einem gemeinsamen Reformkonzept verpflichtet sind. Seit Lernziele für den frühen Fremdsprachenunterricht ebenso wie diejenigen der weiterführenden Schulen als Könnens-Ziele beschrieben werden, wie in den Dokumenten des BIG-Kreises (in Übereinstimmung mit dem Common European Framework und Bildungsstandards), können die zu erwerbenden Kompetenzen konkret beschrieben und einzelnen Kompetenzbereichen zugeordnet werden (Werlen 2003). Das Impulsreferat bezieht diese Befunde auf Forderungen an Lehrmaterialien im Kontinuum des Lehrens und Lernens unter dem Leitgedanken des Abholens, Aufbauens und Ankommens. |
Eichner, Gerhard & Team
(wann? wo?) Kleeblatt–Hospitation in Bayern Englischlehrkräfte der Grund-, Haupt- und Realschulen sowie der Gymnasien besuchen sich gegenseitig im Unterricht: Ein Kooperationskonzept zur Harmonisierung des Übergangs von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen. In der Veranstaltung werden Eindrücke, Erfahrungen, Erwartungen und Probleme artikuliert und diskutiert. |
Daniela Elsner
(wann? wo?) Englischunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund: Förderung oder Überforderung? Ergebnisse eine Vergleichsstudie zum fremdsprachlichen Hörverstehen deutscher und türkischer Muttersprachler in der Grundschule Seit dem Erscheinen der internationalen Bildungsstudien PISA und IGLU scheint niemand mehr in Frage zu stellen, dass die Bildungschancen von Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem weitaus geringer sind als die von Gleichaltrigen aus nicht eingewanderten Familien. Als bedeutsamsten Erklärungsfaktor für die schulische Versagensproblematik erkannten die Untersuchungen die „besondere Sprachfähigkeit“ der Kinder aus Zuwandererfamilien. M.a.W.: Multilingualität wird zum Problem: Wer zweisprachig aufwächst hat es in einer „Schule des Deutschen“ schwer. Entsprechend erstaunlich ist es, wenn - vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse - zahlreiche fachdidaktische Diskurse zum Fremdsprachenfrühbeginn als auch die gerade abgeschlossene DESI- Untersuchung dieselbe Mehrsprachigkeit als positive Voraussetzung deklarieren, die es Kindern mit Migrationshintergrund scheinbar ermöglichen kann, im schulischen Fremdsprachenunterricht besonders gute Leistungen zu erzielen. Inwieweit der seit dem Schuljahr 2004/2005 flächendeckend eingeführte Fremdsprachenunterricht ab Klasse 3 tatsächlich „eine besondere Chance für Kinder nicht-deutscher Herkunftssprachen“ (Mindt/ Schlüter 2003: 10) bietet, galt es mit der hier vorgestellten Studie für den Bereich „Hörverstehen“ zu überprüfen. Hierzu wurden 214 Grundschulkinder mit ein- und mehrsprachigem Hintergrund in Bremen getestet. Darüber hinaus wurden Daten zu lernerinternen Faktoren wie Motivation, Einstellung zum Fremdsprachenlernen und Einsatz von Strategien erhoben, um so die Testresultate vor diesem Hintergrund auswerten zu können. Die Ergebnisse der Studie und die sich hieraus ergebenden wünschenswerten Konsequenzen für den Unterricht sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden. |
Gaby Engel
(wann? wo?) Evaluation Englisch in der Grundschule in NRW – Erfahrungen, Ergebnisse Der Englischunterricht in der Primarstufe ist ein Erfolg! Zu diesem Ergebnis kommt eine landesweite Studie in NRW. Seit 2003 lernen die Grundschüler in NRW Englisch ab der dritten Klasse. Wichtigstes Ziel dieser Evaluation war es, Aufschluss darüber zu bekommen, wie die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen der Herausforderung begegnen, innerhalb kürzester Zeit flächendeckend Englisch als Unterrichtsfach anzubieten bzw. in das Programm ihrer Schule zu integrieren .Die Ergebnisse wird darüber hinaus Steuerungswissen liefern für die Weiterentwicklung des Englischunterrichts ab Klasse 1, die Erstellung bzw. Überarbeitung eines entsprechende Curriculums . Die Untersuchung sollte daher u.a. auch Aufschluss geben über:
Die breit angelegte Studie umfasst eine landesweite Befragung von Schulleitung, Fachlehrkräften, kriteriengeleitete Unterrichtsbeobachtungen mit strukturierten Interviews (Lehrkräfte) sowie Lernstandserhebungen. Die durch vier verschiedenen Zugänge gewonnene große Menge an unterschiedlichen Daten gewährleistet ein hohes Maß an Validität der Ergebnisse sowie eine Vielzahl an Korrelationsmöglichkeiten, die interessante Einsichten und Erkenntnissen bieten. Der Vortrag möchte Inhalte, Struktur und Verfahren der Studie vorstellen sowie erste Ergebnisse der Auswertungen sowohl der Befragungen und Unterrichtsbeobachtungen als auch der Tests präsentieren. |
Carmen Schulz
(wann? wo?) Fremdsprachen von Anfang an Das Konzept der Integrierten Fremdsprachenarbeit (IFA) in der rheinland-pfälzischen Grundschule Erfolgreiches Fremdsprachenlernen bedeutet nach dem Erkenntnisstand der internationalen Spracherwerbsforschung:
so früh wie möglich Rheinland-Pfalz hat sich deshalb entschieden, die besonderen Sprachlernfähigkeiten von Kindern im Primarbereich und hier bereits ab Klassenstufe 1 aufzugreifen. Kern dieses Konzeptes ist der „Teilrahmenplan Fremdsprache“, der das Sprachenlernen auf integrativem Weg beschreibt. Durch ein ganzheitliches Lernen in Sinnzusammenhängen wird die Fremdsprache nicht isoliert, sondern umfassend und in Verbindung mit vielen Unterrichtsinhalten in verschiedenen Lernbereichen vermittelt. Darüber hinaus verpflichtet der Teilrahmenplan in seinen grundlegenden Aussagen zu einer veränderten Form der Leistungsrückmeldung an Kinder. Mit der verbindlichen Einführung dieses Konzeptes und seinen Prinzipien wurde für Lehrkräfte und Schulen ein Netzwerk von Unterstützungsinstrumentarien entwickelt, das die Rahmenbedingungen für eine qualifizierte Umsetzung in der Praxis schaffen soll. Hierzu zählen verschiedene Projekte zur Lehrerfort- und –weiterbildung sowie ein vielfältiges Angebot an Informationen und Materialien, die über den rheinland-pfälzischen Bildungsserver allen Lehrkräften und Interessierten zugänglich gemacht werden. |
Martina Glatz
(wann?
wo?) Sprachenfrühstart mit „SWING“– Englisch in Wiener Kindergärten Seit über 10 Jahren wird in Kindergärten der Stadt Wien das Projekt “SWING“ – Englisch im Kindergarten“ erfolgreich durchgeführt. In der bisherigen Projektlaufzeit haben bereits 500 Kindergartenpädagog/innen den einjährigen Ausbildungslehrgang absolviert und bauen regelmäßig Englisch in den Tagesablauf des Kindergartens ein. Spielen in der Fremdsprache bringt Spaß und Bewegung in die Kindergartengruppe. Nach einem kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte dieses innovativen Projektes wird nicht nur die Aus- und Fortbildung der Kindergartenpädagog/innen behandelt, sondern es werden auch die erprobten, kindergartenspezifischen Methoden und Inhalte vorgestellt. Dazu gehören kreative Methoden wie die Verwendung eines „English Corner“, das Arbeiten mit einem „Storysack“ und natürlich der Einsatz einer Handpuppe. Bei allen angewandten Methoden stehen das Spiel und das „BeGreifen“ der Sprache mit allen Sinnen im Vordergrund. In einer Zeit, in der das Bestreben nach immer größerer Mobilität und mehrsprachiger Kommunikation erkennbar wird, setzt das Projekt SWING der städtischen Kindergärten in Wien einen Grundstein für den weiteren nachhaltigen Erwerb der Fremdsprache Englisch. |
Marianne Häuptle-Barceló
(wann? wo?) Sprachliches und literarisches Lernen mit Bilderbüchern Die Muttersprache Deutsch und die erste Fremdsprache Englisch dürfen nicht auf ihre ergiebigsten Lernangebote verzichten, die in literarischen Modellen vorhandenen Geschichten. An einem Bilderbuch soll exemplarisch vorgestellt werden, wie in einem integrativen Unterricht Deutsch-Englisch mit Literatur so gearbeitet werden kann, dass nicht nur im muttersprachlichen Unterricht, sondern auch in den ersten Anfängen des Fremdsprachenlernens die Kinder in ihren Erfahrungen, ihrem Bedürfnis nach Geschichten, ihrer Kommunikationskompetenz, ihrer Wissbegierigkeit und Identifikationsfähigkeit ernst genommen werden. Ein integrativer Deutsch-Englisch-Unterricht profitiert von der muttersprachlichen Kompetenz der Grundschüler, die im Deutschunterricht bereits mit Medien umgehen, die entwicklungsspezifisch angemessen sind. Die sprachlich-mentale Reduktion, die ein früher Fremdsprachenbeginn bedeutet, wird muttersprachlich so kompensiert, dass muttersprachliches und fremdsprachliches Lernen angeregt werden. Kinderbücher und Bilderbücher, besonders solche, die in beiden Sprachen vorliegen, sind ein ideales Angebot für einen solchen Unterricht, in dem beide Fächer voneinander profitieren. |
Wolfgang Hamm
(wann?
wo?) Das entwicklungsgemäße Lernen einer
Fremdsprache Das Referat wird einige grundlegende
Gedanken zum entwicklungsgemäßen Lernen der Fremdsprache aufzeigen. Die entwicklungsbedingten Charakteristika von Grundschülern zeigen deutlich, dass Kinder, die den muttersprachlichen Leselernprozess weitgehend abgeschlossen haben, über ganz andere Lernvoraussetzungen verfügen als des Lesens und Schreibens noch unkundige Kinder. Diese Tatsache zu ignorieren hieße, Kindern trotz ihres Entwicklungstandes adäquate Lehr- und Lernformen bewusst vorzuenthalten, sie quasi als Analphabeten zu behandeln. Naturgemäß hat dieser Grundgedanke erhebliche Auswirkungen auf die Planung und Gestaltung des Englischunterrichts in der 1./2. Jahrgangsstufe (noch nicht in Bayern!), besonders aber auf die 3./4. Jgst., wenn allmählich der Pfad der Beliebigkeit, der Weg des Diskontinuums und des Fragmentarisch-Vorläufigen verlassen wird. Phase 1: Der inhaltsorientierte Unterricht: Phase 2: Erste selektiv strukturierte
Elemente Phase 3: Strukturierter
Fremdsprachenunterricht Neben dieser theoretischen Grundlegung wird
der Referent auch auf Unterrichtsformen in der Walddorfschule verweisen und
eine entwicklungsgemäße Umsetzung einzelner GS-Lehrpläne anhand folgenden
Bereichen verdeutlichen: |
Adelheid Kierepka
(wann? wo?) Thüringer Lehrerfortbildungsinstitut Sprachenübergreifendes Lernen in der Grundschule – ein Beitrag zur Entwicklung von Sprachbewusstheit Im Vortrag wird ein Projekt für sprachenübergreifendes Lernen vorgestellt, das an Thüringer Grundschulen erfolgreich erprobt wird. Das Ziel dabei ist, Mehrsprachigkeit und Sprachbewusstsein möglichst frühzeitig zu befördern. Die mehrsprachigkeitsdidaktische Dimension ist darauf gerichtet, Synergien zu nutzen, um das Sprachenlernen zu erleichtern. Dabei werden didaktisch-methodische Szenarien geschaffen, die die Schülerinnen und Schüler anregen, sprachliche Phänomene aufmerksamer und bewusster wahrzunehmen und mit vorhandenen Sprachbeständen in der Muttersprache und der/den erlernten Fremdsprachen zu vergleichen und dabei nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu suchen.
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Thomas Herbst
(wann? wo?)
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Ingrid-Barbara Hoffmann
(wann? wo?) Don´t “bridge the gap“ – just go on! Bei einer Hospitation im Fremdsprachenunterricht einer Klasse 4 sollte der besuchte Unterricht bewertet werden - auf einer Skala von 1 – 5. Es wurde zweimal die „1“, aber auch einmal die „5“ vergeben. „Aber die sprechen ja ständig Deutsch!“ war die Begründung der schlechten Bewertung, „aber die verstehen ja schon alles, was die Lehrkraft sagt!“ die für die gute. Was ist „dran“ am Fremdsprachenunterricht der Grundschule? Was bringen die Schülerinnen und Schüler daraus mit? und vor allem Wie gehen wir mit ihren in der Grundschule erworbenen fremdsprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten so um, dass wir · den Anschluss schülergerecht, · den Übergang situationsgerecht und · die weitere Arbeit sachgerecht gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vortrag und versucht, darauf schlüssige Antworten zu geben. |
Romy Höltzer
(wann?
wo?) Das Europäische Sprachenportfolio für die mitteleuropäische Region auf der Primarstufe (SchülerInnen von 6 – 10 Jahren) Das Europäische Sprachenportfolio ist ein Instrument, das vom Europarat entwickelt wurde und Sprachenlernenden die Möglichkeit bietet, ihre Sprachenkenntnisse selbst einschätzen und dokumentieren zu können. Unter Mitwirkung des Stadtschulrates für Wien, des Pädagogischen Institutes der Stadt Wien und des Verbandes der Wiener Volksbildung wurde ein Europäisches Sprachenportfolio für die mitteleuropäische Region entwickelt, das regionen- und stufenübergreifend sowohl Sprachenkenntnisse als auch interkulturelle Erfahrungen der Lernenden in der CENTROPE Region (Bratislava, Brno, Györ-Moson-Sopron) aufzeigen und dokumentieren soll. Einbezogen sind dabei die Primarstufe (6-10-Jährige), die Sekundarstufe I (10-15-Jährige), die Sekundarstufe II (16-19-Jährige) und die Erwachsenenbildung. Der Vortrag erläutert zunächst die allgemeinen Funktionen und Merkmale des Europäischen Sprachenportfolios, danach werden Einblicke in Entwicklung und Pilotierung des ESP für die mitteleuropäische Region auf der Primarstufe gegeben und zuletzt ein Blick in die Zukunft gewagt. |
Jörg-U. Keßler
(wann?
wo?) Kindgemäßer Englischunterricht – aber wie? Die Forderung nach kindgemäßem Fremdsprachenlernen ist nicht neu und stellt bei allen vorhandenen Unterschieden in den Lehrplänen der einzelnen Bundesländern zum Frühbeginn ein Kontinuum in der fachdidaktischen Diskussion dar (z.B. Christ 1993, Hellwig 1995, Kahl & Knebler 1996, Sarter, 1997, Kubanek-German 2003, Böttger 2005, Keßler 2006). In der Vergangenheit wurde ein erbitterter Streit geführt, ob eine Ergebnisorientierung im frühen Fremdsprachenlernen mit der Forderung nach kindgemäßem Fremdsprachenunterricht vereinbar ist (vgl. Doyé 1991, Pelz 1992). Heute herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass ein ergebnisorientierter früher Englischunterricht durchaus kindgemäß sei (Kubanek-German 2003, Mindt & Schlüter 2003). Allerdings wird der Begriff „kindgemäß“ häufig nicht operationalisierbar definiert. Auf der Basis einer umfangreichen empirischen Untersuchung zum frühen Englischerwerb (Pienemann, Keßler & Roos 2006) versuche ich zunächst, den Begriff „kindgemäß“ zu definieren. Daran anschließend stelle ich ein Konzept für kindgemäßen frühen Englischunterricht vor, das den Lerner in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Besonderes Gewicht lege ich dabei auf die Bereiche Kommunikation/spontaner mündlicher Sprachgebrauch, Progression, Umgang mit Fehlern sowie Diagnose im frühen Englischunterricht. Ich werde verdeutlichen, dass gerade „echte“ Kommunikation und an Sachthemen orientierte sprachliche Interaktion eine zentrale Rolle für einen kindgemäßen, ergebnisorientierten Englischunterricht spielen. So verstandener Frühbeginn baut nicht nur auf den aktuellen Sprachentwicklungsstand der Lerner auf, sondern erweitert die fremdsprachliche Kompetenz individueller Lerner in heterogenen Klassen mit Hilfe von kommunikativen tasks und kann schließlich nahtlos in der Sekundarstufe I weitergeführt werden. |
Sabine Kobela
(wann?
wo?) Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München) Wilhelmschule München Neue Möglichkeiten für den Einsatz von Bilderbüchern und Storytelling:
Das
„Add-to-it“-Konzept revisited. Die Vorteile des Einsatzes von authentischen Bilderbüchern im frühen Fremdsprachenlernen (FFL) sind hinlänglich diskutiert und bekannt. Zu pre-listening und post-story activities finden sich in der fachdidaktischen Literatur zahlreiche Anregungen und Hilfen. Wo jedoch auf der einen Seite von einer flächendeckenden Einführung des frühen Fremdsprachenunterrichts gesprochen wird, fühlen sich in der Realität viele Lehrkräfte noch nicht erfahren genug. Der Einsatz von authentischen Bilderbüchern oder gar freiem Storytelling stellt sie vor eine Aufgabe, die häufig durch die Verwendung eines kleinschrittigen Lehrwerks zu umgehen versucht wird. Das 2004 auf der ersten FFF-Konferenz vorgestellte Konzept „Add-to-it“ (A2i) machte es sich von vorneherein zur Aufgabe, nicht nur einen Weg zu bereiten für den Einsatz wirklich altergemäßer Bilderbücher sowie für einen handlungsorientierten, multisensorischen Umgang mit ihnen im FFL. Nicht zuletzt auch im Sinne einer umfassenden, die Muttersprache überschreitenden Literaturbegegnung ist es Zielsetzung von A2i auch gerade unerfahreneren Lehrkräften konkretes Material an die Hand zu geben, um den Einsatz von authentischen Bilderbüchern zu erleichtern und zu motivieren. Wie hat sich das A2i-Konzept in den letzten drei Jahren bewährt? Erfahrungsberichte von Lehrkräften, die damit gearbeitet haben, Neuerungen, konkrete Ideen und Anregungen für den täglichen Unterricht werden in diesem Vortrag ebenso diskutiert wie insbesondere auch die Frage nach Stellung von Sicherung, Schriftbildeinsatz und Ausspracheschulung in einem solchen Fremdsprachenunterricht.
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Markus Kötter
(wann?
wo?) Wissen und Meinen - eine Untersuchung der Einstellungen zum FFU am Beginn und am Ende eines fachdidaktischen Hauptseminars Ziel dieses Vortrags ist die Analyse der Ansichten und Wissensbestände von knapp über 40 TeilnehmerInnen eines Hauptseminars zum Thema frühbeginnendes Fremdsprachenlernen am Beginn und am Ende des Semesters. Den Studierenden wurde ein zu beiden Zeitpunkten identischer Fragebogen vorgelegt, in welchem sie knapp 70 unstrukturiert präsentierte Thesen zu psycholinguistischen und fachdidaktischen Problemen bewerten sollten, z.B. "Eight-year-olds are better foreign language learners than ten-year-olds", "The development of language awareness is a must in early ELT" oder "The Schriftbild of a word is an indispensable aid to learning and remembering it". Die Beantwortung erfolgte auf Basis einer sechsstufigen Skala (von "I strongly agree" bis "I strongly disagree"). Alle Aussagen wurden im Hinblick auf mögliche Clusterbildungen und andere Auffälligkeiten analysiert und miteinander über den Untersuchungszeitraum hinweg in Beziehung gesetzt. Nach einer ausführlichen Darstellung der Ergebnisse werden am Ende des Vortrags Vorschläge dazu unterbreitet, wie Hochschulen künftig (noch) besser auf die Bedürfnisse gerade von Studierenden mit dem Ziel Lehramt an der Primarstufe eingehen könnten bzw. auch sollten. |
Markus Kötter
(wann?
wo?) Leistungsmessung im frühbeginnenden Englischunterricht Ziel dieses Vortrags ist es, ausgehend von der Frage, über welche Kompetenzen und Fertigkeiten junge Lerner nach zwei Jahren frühbeginnenden Englischunterricht (FEU) verfügen, zu überlegen, wie man diese am besten sichtbar machen und entsprechend auch messen kann. Thematisiert werden dabei ebenso Portfolios und alltägliche Testsituationen im Klassenraum wie auch kommerziell vertriebene Instrumente und Verfahren. Im Einzelnen geht es vor allem um folgende Fragen:
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Annika
Kolb
(wann?
wo?) Task-Based Language Learning im Fremdsprachenunterricht der Grundschule In der Tradition des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts wird beim task-based language learning die Bewältigung von Aufgaben (tasks) ins Zentrum des Sprachenunterrichts gestellt. Diese sind an den sprachlichen Bedürfnissen der Lernenden und authentischen Sprachverwendungssituationen orientiert, haben ein kommunikatives Ziel und stellen den Inhalt der sprachlichen Botschaft in den Vordergrund. Sprachenlernen soll so für die Lernenden bedeutungsvoller werden und sie auf Begegnungs- und Kommunikationssituationen außerhalb des Klassenzimmers vorbereiten. Die Organisation des Unterrichts um Aufgaben herum bietet außerdem die Möglichkeit für einen produktiven Umgang mit Heterogenität. In meinem Beitrag möchte ich anhand von Aufgabenbeispielen einen Einblick in das Konzept geben und der Frage nachgehen, welche Rolle der Ansatz des task-based language learning für den Fremdsprachenunterricht der Grundschule und für den Übergang in die Sekundarstufe spielen kann. |
Angelika Kubanek
(wann? wo?) Zentrale Ergebnisse und Einsichten des neuen Frühbeginn-Berichts für die Europäische Kommission (Forschung, good practice, Prinzipien) 2005 hat die Europäische Kommission eine neue Studie zum Fremdsprachen-Frühbeginn ausgeschrieben. Sie wurde in 2006 verfasst von Peter Edelenbos, Richard Johnstone und Angelika Kubanek. Erwartet wurden ausser einer Beschreibung des Kontextes ein Überblick zu Forschung ab 1998, eine Systematisierung von good practice mit Beispielen, und eine Erfassung der wichtigsten pädagogischen Prinzipien im Frühbeginn. Die Studie bezieht sich auf alle Länder in Europa, im Forschungskapitel sind auch andere wichtige Forschungsarbeiten in die Übersicht eingegangen. Die Studie wurde auf Englisch erstellt, und es waren ebenfalls Übersetzungen ins Deutsche und Französische zu liefern. Der Vortrag stellt die Arbeitsweise der Autoren und die Struktur des Berichts dar und nennt Schlüsselergebnisse, sowie einige Empfehlungen. |
Gabriele Kugler-Euerle
(wann? wo?) Englischlernen im Übergang von Grundschule und Gymnasium: Was bringen die Kinder aus der Grundschule mit? Wie lernen sie weiter? Dies sind die zentralen Fragen, mit denen sich Lehrer(innen) der weiterführenden Schulen gegenwärtig an baden-württembergischen Schulen auseinandersetzen, wenn im Jahr 2007 zum ersten Mal alle Kinder der fünften Klassen über vier Jahre Englisch- oder Französischunterricht an der Grundschule verfügen. Die genannten Aspekte stehen auch im Mittelpunkt dieses Vortrags, so dass einerseits Grundschullehrer(inne)n eine erste Rückmeldung über ihren Englischunterricht erhalten und andererseits Kolleg(inn)en der weiterführenden Schule sehen, wie sie methodisch-didaktisch sinnvoll an den Grundschulunterricht anknüpfen können. Dazu gehört eine grundsätzliche didaktische Neuorientierung ebenso wie der Einsatz schülerorientierter Methoden insbesondere in Hinblick auf das Lehrwerk. Wie die Lernstandserhebung effektiv betrieben werden kann soll am Beispiel der Portfolioarbeit erläutert werden. |
Jürgen Kurtz
(wann?
wo?) TEFLSPEAK vs. IMPROVISATION: Zur kontinuierlichen Entfaltung des mündlichen Ausdrucksvermögens im Englischunterricht auf der Primar- und der Sekundarstufe Das spontane Sprechen der englischen Sprache, das für die aktive und flexible Bewältigung von real life situations outside the classroom von besonderer Bedeutung ist, lässt sich in einem Englischunterricht, der die Schülerinnen und Schüler von der Grundschule an in stereotype Interaktionsroutinen zwängt, allenfalls ansatzweise entwickeln. Ausgehend von einigen zentralen Erkenntnissen der DESI-Videostudie (2006) und einigen exemplarischen Improvisationssequenzen, wie sie auf der ‚MELT-DVD’ (2004) bereits videografisch dokumentiert sind, werde ich in meinem Beitrag verschiedene Möglichkeiten der aus meiner Sicht sehr wichtigen schulstufenübergreifenden Flexibilisierung der unterrichtlichen Sprechhandlungsprozesse vorstellen. Die derzeit vor allem in den Vereinigten Staaten geführte erziehungswissenschaftliche Diskussion zu den pros and cons von teaching as scripted instruction vs. teaching as improvisation, die ich als komplementär zur weltweiten fremdsprachendidaktischen Auseinandersetzung mit dem aufgabenorientierten Lehren und Lernen betrachte, soll dabei als eine wichtige unterrichtstheoretische Facette zumindest ansatzweise einbezogen werden. |
Isabel Martin
(wann?
wo?) “TingoLingo: English Grammar Online“ Der auf der E-Learning Plattform WebCT basierende Kurs "TingoLingo" ist ein sprachpraktisches Online-Repetitorium zur englischen Grammatik. Der Kurs wurde für Grundschullehramtsstudierende entwickelt, kann aber auch von Englischlehrkräften im Schuldienst zur Auffrischung und Fortbildung genutzt werden. Der Lerner wird von seinem Lernbegleiter Ingo und einer durchgängigen Storyline durch den Kurs geführt. Die Story rankt sich um eine Villa, in der verschiedene Gegenstände grammatische Themen repräsentieren. Für jeden Kursteilnehmer gibt es individuell definierte Ziele, die mittels eines Einstufungstests bestimmt werden. Wenn die grammatischen Kapitel, die im Einstufungstest als unzureichend diagnostiziert wurden, in den Übungen bearbeitet wurden, wird der Gegenstand, der im Haus das entsprechende grammatische Kapitel repräsentiert, von Ingo mitgenommen und auf der Menuleiste des Lerners abgelegt. Der zuvor "problematische" Gegenstand wird aus dem "Haus des Wissens" entfernt und geht nun in das Eigentum des Lerners über. Der Kurs enthält weitere Tools wie Glossar, Forum oder Selbsttests. Komplexe grammatische Zusammenhänge werden durch Flash-Animationen visualisiert. Vorteile: - individuelles Arbeiten (zeitlich, räumlich und je nach Kenntnisstand); - attraktive, unterhaltsame, "durchkomponierte" Lernumgebung fördert die Motivation, sich mit dem "spröden" Thema Grammatik auseinanderzusetzen; - die einzelnen Übungen stehen in einem narrativen Zusammenhang; - die Konzeption appelliert an den Ehrgeiz der Lerner, alle Gegenstände/ Probleme beseitigen zu wollen - und nach erfolgreichem Abschluss wird auch der "Schlüssel" zur (parallelen, verborgenen!) Storyline offenbart. |
Michael Legutke und Team
(wann?
wo?) Praxiserfahrung in der Lehrerfort- und -weiterbildung: Die Rolle der Multimediadatenbank E-LINGO Ein Herzstück des Projekts "E-LINGO Didaktik des frühen Fremdsprachenlernens" ist eine Datenbank mit Unterrichtsdokumenten aus dem Fremdsprachenunterricht der Primarschule. Diese wird an der Justus-Liebig-Universität in Gießen in Zusammenarbeit mit der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt. Teilnehmer des Workshops erhalten einen Einblick, wie diese Datenbank in der Fort- und Weiterbildung von Sprachmittlern in Grundschule und Kindergarten genutzt werden kann. Die Daten stammen z. Z. nur aus dem Englischunterricht, werden aber in naher Zukunft auch um den Bereich Französisch in der Grundschule erweitert. |
Christa Lohmann
(wann?
wo?) DESI und die Konsequenzen für den Englischunterricht in der Grundschule Die DESI-Studie ist eine wahre Goldgrube für die Lehrkräfte, aber auch für die Englischdidaktik und die Unterrichtsforschung. Sie kann maßgeblich dazu beitragen, dass der kommunikative Englischunterricht, seine Ziele, Inhalte und Methoden verbessert werden. DESI steht für Deutsch Englisch Schülerleistungen International und ist eine empirische Untersuchung der Schülerleistungen in den 9. Jahrgängen aller Schularten, die die KMK in Ergänzung zu TIMSS und PISA in Auftrag gegeben hat. Außer Leistungstests in den Bereichen Hörverstehen, Textrekonstruktion, Leseverstehen u. a. liegen für die Studie auch Befragungen von Lehrkräften, Eltern und Schulleitungen vor. Ferner wurde die Unterrichtswirklichkeit im Umfang von über 100 Doppelstunden videographiert. Wir erhalten Einblick in die Englischleistungen im Vergleich von Jungen und Mädchen, von Jugendlichen mit nicht-deutscher Muttersprache und mehrsprachig aufgewachsenen sowie über die Auswirkungen von bilingualem Unterricht. Es gibt konkret beschreibbare Merkmale erfolgreichen Englischunterrichts, woraus sich Schlussfolgerungen für den Englischunterricht in den weiterführenden Schulen, aber eben auch in der Grundschule ableiten lassen, für seine didaktische Gestaltung und für positives bzw. weniger günstiges Lehrerverhalten im Hinblick auf den Lernzuwachs der Schülerinnen und Schüler. |
Ute Massler
(wann? wo?) Der bilinguale Unterricht (CLIL) an der Grundschule im europäischen Vergleich Sprachen erfahren in Europa in den letzten Jahrzehnten eine steigende Aufmerksamkeit. Das ehrgeizige Ziel der europäischen Kommission lautet: M + 2. Darunter wird verstanden, dass jeder Bürger der Europäischen Union neben seiner Muttersprache zwei weitere Sprachen beherrschen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, sind bereits zwei wesentliche Schritte unternommen worden. Auf der einen Seite beginnt der Fremdsprachenunterricht in vielen europäischen Ländern nun bereits im Primarbereich. Hierdurch treten die Schülerinnen und Schüler bereits wesentlich früher in den Kontakt mit einer ersten Fremdsprache. Eine weitere Möglichkeit, den Kontakt mit einer Fremdsprache zu intensivieren, ist der so genannte bilinguale Unterricht, in dem - bisher vorwiegend in der Sekundarstufe I und II – sachfachliche Inhalte (z.B. in Erdkunde oder Geschichte) in einer Fremdsprache vermittelt werden. Führt man beide beschriebenen Entwicklungen zusammen, so wird deutlich, dass auch schon im Primarbereich die Möglichkeit besteht, ausgewählte Inhalte verschiedener Lernbereiche in einer Fremdsprache zu vermitteln. Die beiden Vortragenden sind seit Oktober 2006 Teil eines europäischen Forschungsprojektes, das Implementierungsprozeduren für bilinguale Unterrichtsprozesse (CLIL - Content and Language Integrated Learning) im Primarbereich erarbeiten will. Der Vortrag gibt einen Überblick über die derzeitige Situation des bilingualen Unterrichts in der Primarstufe der am Forschungsprojekt beteiligten europäischen Länder und beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des bilingualen Unterrichts in der Grundschule. |
Nikola Mayer
(wann?
wo?) Lehrwerksbgleitende Lernsoftware für den Englischunterricht am Übergang zwischen Primar- und Sekundarstufe Der Übergang zwischen dem Englischunterricht der Grundschule und dem der Sekundarstufe wirft viele Fragen und Forderungen auf. Obwohl sich Fachdidakterinnen und Fachdidaktiker klar für eine Weiterführung der in der Primarstufe grundgelegten didaktischen Prinzipien, Methoden und Lernformen aussprechen, zeigt sich in der Unterrichtspraxis, dass die konkrete Umsetzung schwierig ist. Interessant ist für mich in diesem Zusammenhang auch der bislang wenig beachtete Bereich der mediengestützten Materialien. Ich beziehe mich hierbei auf lehrwerksbegleitende Lernsoftware für Englisch. Das Angebot ist den letzten Jahren stark angewachsen. Dies liegt u.a. daran, dass inzwischen fast jedes Lehrwerk für die Sekundarstufe, aber auch für Grundschule zum Lehrwerk passende Software anbietet. Damit stellt sich zunächst die grundsätzliche Frage, in wie weit die auf CD-Rom angebotenen Aufgaben und Übungen für beide Schulstufen im Sinne eines handlungs- und aufgabenorientierten Fremdsprachenunterrichts konzipiert sind. Und, im Anschluss daran die übergangsspezifsche Frage, ob über das moderne Medium Computer die Vernetzung der beiden Schulstufen besser gewährleistet. In meinem Beitrag gehe ich diesen Aspekten anhand der Analyse ausgewählter Software für die vierte und fünfte Klasse nach. |
Oliver Meyer
(wann?
wo?) Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg Die Vorbereitung des bilingualen Sachfachunterrichts Der bilinguale Sachfachunterricht wird in den 5. und 6. Klassen bayerischer Gymnasien im sogenannten erweiterten Fremdsprachenunterricht (EFU) vorbereitet. Diese zusätzliche, meist wöchentlich einstündige Unterrichtszeit gilt es zur Vorbereitung des ab der 7. Klasse einsetzenden bilingualen Lernens in den Fächern Erdkunde und Geschichte zu nutzen. Die Aspekte sinnvoller, effizienter und vielfältiger Voraussetzungen dazu sollen im Vortrag erörtert und analysiert werden. Besonders der Bereich der sachfachlichen Lern- und Arbeitstechniken wird dazu exemplarisch fokussiert und das unterrichtliche Konzept der Combined strategy scenarios (CSS) im Zusammenhang mit bereits erlernter und zu übender grammatikalischer Strukturen als geeignetes methodisches Verfahren vorgestellt. |
Dieter Mindt
(wann?
wo?) Fortschritte im frühen Fremdsprachenlernen von 2000 bis heute Der Englischunterricht der Grundschule war in den 90er Jahren durch vier bedeutsame Tabus gekennzeichnet: 1. Vermeidung des Schriftbildes 2. Ausschluss der Grammatik 3. Ablehnung bewusstmachender Verfahren 4. Verzicht auf Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung. Diese vier Tabus entstammen der weit verbreiteten Vorstellung der 90er Jahre, dass das Fremdsprachenlernen in der Grundschule sich in gleicher Weise vollziehe wie das Erlernen der Muttersprache. Die Entwicklungspsychologie hat gezeigt, dass diese Annahme unzutreffend ist. Wir wissen darüber hinaus, dass der kognitive Entwicklungsstand von Grundschulkindern andere Verfahren notwendig macht. Viele grundschulpädagogische Methoden enthalten ein bedeutsames Potential für den Fremdsprachenunterricht, das bisher nicht annähernd ausgeschöpft worden ist. Zusätzlich sind auf der Basis neuer kognitionspsychologischer Erkenntnisse des Kindesalters fremdsprachendidaktische Verfahren entwickelt worden, die bisher nicht bekannte Lernhilfen bereitstellen. Die Kinder können schneller als bisher zu einer besseren Beherrschung der fremden Sprache gelangen und erreichen ein Ausmaß an sprachlicher Produktivität, das mit den bisherigen Verfahren nicht realisierbar war. Am Beispiel der oben genannten vier Tabus werden die Fortschritte im einzelnen dargestellt, begründet und mit praktischen Beispielen veranschaulicht. |
Isabelle Mordellet-Roggenbuck
(wann? wo?) Beurteilung und Selbstbeurteilung der Sprachkompetenz der Lernenden im Französischunterricht in der Grundschule Die Akzeptanz des FFF durch die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen hängt nicht wenig davon ab, wie verbindlich die vereinbarten Lehr- und Lernziele am Ende des Grundschulcurriculums bewertet werden und inwiefern diese Bewertung als zuverlässige Grundlage für die Weiterführung des Fremdsprachenunterrichts betrachtet wird. Seitens der Fachdidaktik sind schon bundesweit Vorschläge zur Sprachlernprozessdokumentation und zur Leistungsbeurteilung unterbreitet worden. Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) liefert in dieser Hinsicht ebenfalls nützliche Werkzeuge, um eine altersgemäße Beurteilung durchführen zu können. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, wie einige der vom GeR vorgeschlagenen Wege der Beurteilung im Hinblick auf den frühen Französischunterricht konkretisiert werden können. Es stellt sich die Frage, welchen Platz einerseits die kontinuierliche Beurteilung durch die Lehrkräfte und/oder Lernenden und andererseits eine punktuelle summative Beurteilung im Rahmen des frühen Französischunterrichts einnehmen können. Außerdem stellt sich die Frage, wie adäquat die (zukünftigen) Lehrkräfte bezüglich dieses Tätigkeitsbereichs ausgebildet sind. Zu beiden Fragen möchte ich basierend auf Teilergebnissen meiner eigenen Forschung und auf Praxisbeobachtungen praktikable Antworte geben und zur Diskussion stellen. |
Bernd Nussinger
(wann? wo?) Das Fach Natur und Technik am bayerischen Gymnasium - bilingual? Natur und Technik wird in den 5. und 6. Klassen der bayerischen Gymnasien unterrichtet. Das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aus dem Englischunterricht der Grundschule sowie der gleichzeitige Aufbau englischsprachiger Kompetenzen korrespondieren in geeigneter Form mit ausgewählten Inhalten des Sachfaches. Dies an Beispielen zu dokumentieren und das Potenzial des Faches für die Aufnahme in den Kanon der bilingual zu unterrichtenden Sachfächer im Allgemeinen und für die ersten gymnasialen Lernjahre der Fremdsprache Englisch im Speziellen aufzuzeigen, ist das Ziel des Vortrags des Fachwissenschaftlers. |
Mario Oesterreicher
(wann? wo?) Autonomes Lernen in einer multi-medialen Lernumgebung im frühkindlichen Fremdsprachenerwerb – Lernwerkstatt Englisch Kann exploratives Lernen bereits in den frühbeginnenden Fremdsprachenerwerb einfließen und können bereits sehr junge Lernende zum autonomen Lernen geführt werden? Welche Unterstützung können multi-mediale Materialien – im wahren Sinne des Wortes, d.h. ohne Beschränkung auf den PC – hier leisten? Die Antwort auf diese Fragen soll bei der Vorstellung der Konzeption und Einbindung einer Lernwerkstatt Englisch in die curriculare Ausbildung in den Jahrgangstufen 3 bis 6 an einer Volksschule gegeben werden. Daneben illustrieren konkrete Beispiele, welcher Lehr- und Lernmehrwert durch die Integration einer eigenständigen Lernwerkstatt im Vergleich zu reinen Lernecken erzielt werden und wie eine solche Konzeption stufenverbindend zwischen Primar- und Sekundarstufe wirken kann. Exemplarische Aufgaben und direkter Lehrplanbezug geben neben der methodisch-didaktischen Fundierung einen ersten praktischen Einblick in diesen neuen Weg frühbeginnenden Fremdsprachenerwerbs an der Grundschule. Darüber hinaus wird die Rolle des Lehrenden über die Verschlagwortung der Moderatorenrolle hinausgehend dezidiert für eine solche neue Lernumgebung definiert und dabei das Schlagwort einer kritischen Betrachtung unterzogen. |
Robert Parr
(wann?
wo?) Ludwig Waas Making the grade - English language proficiency in the primary classroom One of the variables that influence the success of primary English programmes is the recruitment and training of teachers. Primary teachers need a range of competences, not least proficiency in English. In this talk, we discuss the role of the teacher as the major source of language input and take a closer look at the types of proficiency that are necessary to provide pupils with adequate exposure to the target language. Finally, we consider what pre-service and in-service teacher training courses can offer to equip teachers with the language knowledge and skills they require to do their job effectively and confidently. |
Wolfgang Pfeiffer
(wann? wo?) Let’s sing together – Methoden zum Erlernen von Liedern und Songs im Unterricht Der Einsatz von Liedern ist im Englischunterricht eine in allen Schulstufen sehr häufig praktizierte Methode. In der Fachliteratur finden sich jedoch kaum Hinweise und Hilfen für den Umgang mit dem Singen im Unterricht. In der Veranstaltung sollen aus dem Erfahrungsbereich der Musikpädagogik Methoden und Verfahren zum Erlernen von Liedern im Englischunterricht vorgestellt werden. In einem Vortrag mit praktischen Beispielen und Übungen werden diese demonstriert und mit den Teilnehmern erprobt. |
Anton Prochazka
(wann? wo?) Cross-curricularer Fremdsprachenunterricht in der GrundschuleGrundsätzliches und Beispiele aus der Unterrichtspraxis (Englisch) Zahlreichen Expert/innen zufolge (Brewster, Freudenstein, Wode, Peltzer-Karpf, etc.) wird eine neue Sprache am besten erlernt, wenn Qualität und Intensität des Input gegeben sind und diese in einem möglichst natürlichen Kontext eingebettet wird, z.B.: „Fremdsprache als Arbeitssprache“, “Content and Language Integrated Learning“. Im Rahmen der Präsentation soll gezeigt werden, wie durch einen cross-curricularen Ansatz Grundschüler/innen von der ersten Schulstufe an motiviert werden können, sich Inhalte verschiedener Fächer über den Kanal der neuen Sprache anzueignen. |
Nathalie Rau
(wann?
wo?) Teddy Bear Projects – kindgerechte Klassenkorrespondenzprojekte als Rahmen eines kommunikativen Fremdsprachenunterricht in der Grundschule Eine der folgenreichsten Veränderungen in heutigen Gesellschaften ist die zunehmende Notwendigkeit zur Kommunikation im internationalen Rahmen und daher die Zunahme der Bedeutung des Sprachenlernens. Diese Veränderungen prägen heute schon den Alltag kleiner Kinder. Spielzeug- und Nahrungsmittelindustrie, Unterhaltungssektor und Tourismus, aber auch Sport- und Genussmittelwerbung tragen zur Anreicherung der kindlichen Alltagssprache mit fremdsprachlichen Elementen bei. Ein weiterer Faktor ist der zunehmende Einfluss der Massenmedien, wie beispielsweise das Fernsehen oder das Internet. Aufgrund dieser gegenwärtigen Veränderungen müssen alle Kinder die Möglichkeit erhalten möglichst früh eine Fremdsprache zu erlernen, denn der Frühbeginn bildet sozusagen den Grundstein für weiteres Fremdsprachenlernen, welches im Verlauf des Lebens eines Menschen auch über den Rahmen des traditionellen schulischen Angebots hinausgehen kann und oftmals muss. Werden Schüler um die Möglichkeit gebracht, Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben und damit einhergehend auch ein erweitertes Verständnis für andere Kulturen zu entwickeln, beeinträchtigt man nicht nur ihre zukünftigen, sondern auch ihre gegenwärtigen Möglichkeiten. Die exemplarische Darstellung eines Teddy Bear Projects soll zeigen, dass man im Rahmen eines Klassenkorrespondenzprojektes oben aufgeführten gesellschaftspolitischen Erwartungen leicht gerecht werden kann. Ein Projekt dieser Art kann den Rahmen des Fremdsprachenunterrichts bilden und ermöglicht natürliche Kommunikationsanlässe. Ziele und Inhalte des frühen Fremdsprachenunterrichts, sowie die didaktischen Grundsätze finden dabei in besonderer Weise Berücksichtigung, da eine Einbettung in einen situativen und authentischen Kontext erfolgt. |
Andy Reed
(wann?
wo?) An Innovative Intuitive Approach
Maximise the children’s speaking of English in context with full understanding and they will make rapid progress.
Listening is therein intrinsically covered of course. Empirical test results show easily achievable average rates of up to 35 spoken words per minute for all children and progress at three times the prescribed rates of the German Syllabi - Rahmenrichtlinien. My underlying aim has been to take the intuitive learning approach of the pre-school child and, for the school situation, incorporate refinements and extensions and stimulate the full realisation of the group synergy potential. The two major sources of language are: - Songs and joke dialogues on CDs accompanied by step-by-step illustrations and interpreted with the Expressive Arts. - Game-Play free-flowing, self-levelling activities encouraging involvement, creativity, imagination and facilitating cross-fertilisation of ideas. In addition there are: - Follow-the-lead activities from art and craft, English dance and mathematics. - Learning to read intuitively - frequently independently - Writing developed through planning presentations and speech - Storyboard for a multiple of uses - Creative Portfolio enabling each child to store and manage their output - An integral lesson planning, monitoring and assessment system. In their first year, for instance, children cover around 1300 words and are well on their way to spontaneous conversation. |
Uta v. Reinersdorff
(wann? wo?) Bild-Texte im interkulturellen Unterricht Für das Kontinuum Fremdsprachenlernen von der Primar- zur Sekundarstufe ist besonders im motivationspsychologischen Kontext ein Ansatz geeignet, der unmittelbar an die lebensweltlichen Erfahrungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler anknüpft. Um eine Öffnung der bereits vorhandenen interkulturellen Erfahrungen auf der Basis des Bekannten zu ermöglichen, werden Bild-Texte ausgewählt, die den Lernern inhaltlich-thematisch aus ihrem eigenen Kulturkontext vertraut sind und eine altersgemäße Ergänzung oder Variation der Themen und Inhalte ermöglichen (Märchenerzählungen). Da sich Schüler im Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe aus entwicklungspsychologischer Sicht allmählich von Erzählkontexten mit magisch geprägten Inhalten distanzieren, wie sie in Märchen zu finden sind, verändert sich ihr Blick auf Inhalte. Deshalb ist es in der Transitionsphase sinnvoll, Literatur und Medien auszuwählen, die eine kritische Betrachtungsweise des Bekannten erlauben. Geeignet sind Bild-Texte, die einerseits dem Lernerbedürfnis nach Visualisierung entgegenkommen und andererseits in einem impliziten intertextuellen Dialog mit bekannten Inhalten eine ironische Brechung mit den alten Identifikationsmustern erlauben, um die Entwicklung neuer Muster zu ermöglichen. Anhand einer schüler- und handlungsorientierten Unterrichtssequenz zu Babette Coles witzig-ironisierenden Bilderbüchern “Prince Cinders” und “Princess Smartypants” soll gezeigt werden, wie Bild und Text narrativ-dialogisch zusammenwirken, um ein erweitertes Verständnis von kulturverbindenden Inhalten zu erlangen. Ausblickend soll auf der Basis der kulturübergreifenden Perspektive eine Kurzeinführung in einen kulturspezifischen Bild-Text der “target culture” gegeben werden. Die Sequenz folgt einem “content-based approach”, der auf der Ebene der “language awareness” an geeigneten Stellen “focus on form”- Elemente im Sinne Patsy Lightbowns aufnimmt.
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Helmut Reisener
(wann? wo?) Motivierende Übungsformen für den Englischunterricht in den Klassen 3 – 6 Die Entwicklung vergleichbarer Standards und demzufolge der neuen Kerncurricula hat entscheidend dazu beigetragen, dass die fachdidaktische Reflexion und Diskussion wie magisch von ihr angezogen um die verlässliche Leistungsevaluation kreist. Und so ist in letzter Zeit auch viel darüber geredet und geschrieben worden, - wie man die erreichten Ziele feststellt - wie man die Lernstände ermittelt - wie man Erfolge misst - wie man Kompetenzen bewertet. Wie aber und auf welchen Wegen gelangen unsere Lernenden denn an die Ziele? Wie erreichen sie in der Regel die Lernstände? Wie und mit welchen Mitteln kommen sie im Unterrichtsalltag zu ihren Erfolgen? Wie erwerben sie schließlich die Kompetenzen? Zentrale Aussage z.B. aller Portfolios ist ja: Ich kann (schon) ... Es geht also um das Können. Und jedes Können basiert bekanntlich auf Übung. Wie können wir also lernaltersgemäß, zielbezogen und könnensorientiert so üben (lassen), dass das auch noch Spaß macht und motiviert? Bekanntlich wird ja über das Üben, über den Bereich also, der den Hauptteil des Lernens (und Unterrichtens) auf ein Können hin ausmacht, nicht so gern, meist etwas verlegen und auch nur kurz gesprochen, ein Grund übrigens auch mit dafür, dass uns in Lehrproben meist Neueinführungen serviert werden. Es ist nach den o.g. Diskussionen an der Zeit, dass wir über eine neue Übungstypologie nicht nur reden, sondern dass wir sie ganz bewusst auch entwickeln und einsetzen. Das soll dieser Tagungsbeitrag praktisch und in Form eines Workshops (der vom Mitmachen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer lebt) gezielt zeigen, ganz to the point und ganz down to earth, motivierend, eben. |
Jana Roos
(wann?
wo?) Spracherwerb und Sprachproduktion im Anfangsunterricht Die Entwicklung von kommunikativer Kompetenz ist ein allgemein anerkanntes, vorrangiges Ziel des frühen Fremdsprachenlernens, wobei die Entwicklung der Fertigkeit des Sprechens von zentraler Bedeutung ist. Der Beitrag soll am Beispiel von Lernerdaten Einblicke in die sprachlichen Leistungen von Schülerinnen und Schülern geben. Dabei soll näher auf die Rolle des Sprechens im frühen Fremdsprachenunterricht im Allgemeinen und auf den Umgang mit Sprachfunktionen und festen Redemitteln im Besonderen eingegangen werden. Hier wird deutlich, inwiefern sich vorhandene methodisch-didaktische Ansätze in den sprachlichen Leistungen der Schüler widerspiegeln. Vor diesem Hintergrund wird das Verhältnis zwischen den in Lehrplänen geforderten sprachlichen Lernzielen und der Lernbarkeit sprachlicher Strukturen, wie sie sich in der Spracherwerbsforschung darstellt, betrachtet und diskutiert. |
Jutta Rymarczyk
(wann? wo?) Früher oder später? Zur Einführung des Schriftbildes in der Grundschule
In Baden-Württemberg, wo das Schriftbild mit zwei Jahren Verzögerung eingeführt wird, haben im letzten Herbst (2006) die ersten Drittklässler diese „schriftlose Phase“ hinter sich gebracht. Eine Fragebogenerhebung in dieser Jahrgangstufe zu Beginn des dritten Schuljahres sollte den Kenntnisstand der Kinder zum Schriftbild überprüfen. Die bewusst unverfänglich gestellte Frage „Welche englischen Wörter kennst Du schon?“ wurde auch von den Kindern mit einer Liste englischer Lexeme beantwortet, deren Lehrerinnen angegeben hatten, das Schriftbild gänzlich ausgeklammert zu haben. Die genauere Untersuchung der Wortlisten sowie der Antworten der Kinder auf weitere Fragen widmeten sich folgenden Punkten: Welche Aspekte der deutschen Rechtschreibung wurden auf das englische System übertragen? Spiegeln die Schreibweisen der Wörter ein phonologisches Bewusstsein für die Fremdsprache wider? Weisen die Eigenschöpfungen in den Wortlisten einzelner Kinder orthographische Regelmäßigkeiten auf? Wie begründen die Kinder ihre Rechtschreibkenntnisse? Sind sie sich bestimmter Transferstrategien bewusst? Der Vortrag stellt die Antworten auf diese Fragen unter engem Rückbezug auf das Datenmaterial vor und ruft letztlich zu einer neuen Diskussion über den Zeitpunkt und die Form der zweisprachigen Alphabetisierung auf. |
Michaela Sambanis
(wann? wo?) Klasse 4 als Brückenjahr zwischen Primar- und Sekundarstufe? Um den Übergang von der Primar- auf die Sekundarstufe auch im Fremdsprachenunterricht möglichst bruchlos zu gestalten und den in Klasse 5 übernehmenden Lehrern die Anknüpfung zu erleichtern, soll die Frage zur Diskussion gestellt werden, ob und wie insbesondere das letzte Grundschuljahr als eine Art Brückenphase betrachtet und entsprechend gestaltet werden könnte, damit eine engere Verzahnung zwischen den beiden Schulstufen gelingt. Auf der Basis des aus einem mehrjährigen Forschungsprojekt hervorgegangenen ko-aktiven Lehr- und Lernansatzes für die Fremdsprache Englisch bzw. Französisch in der Grundschule soll aufgezeigt werden, wie in Orientierung an der fortschreitenden Entwicklung von Grundschulkindern bereits ab der 3. Klasse auf altergemäße und differenzierte Weise auch solche Lernbereiche gezielter Berücksichtigung finden können, die bislang in Klasse 5 noch der Grundlegung bzw. der Aufarbeitung bedürfen. |
Franz Schimek
(wann?
wo?) Frühes Fremdsprachenlernen an Wiener Grundschulen Ziel dieses Vortrages ist es, den Konferenzteilnehmer/innen einen Überblick über das Konzept des Fremdsprachenlernens an Wiener Grundschulen zu geben. Alle Wiener GrundschülerInnen beginnen mit integrativem Fremdsprachenunterricht bereits ab der 1. Klasse. Neben diesem generellen Angebot stehen auch Zielgruppen orientierte Sprachintensivierungsprojekte im Fokus des Wiener Konzeptes, wie z.B. Vienna Bilingual Schooling, Global Education Primary School, Europäische Volkschule, CentroLING, FIP - Français intégré à l'école primaire, SIB - Scuola elementare italiana bilingue, etc. Neben der Präsentation der Wiener Initiativen wird auch auf Fragen der LehrerInnenfortbildung und der Fortsetzung des Konzeptes auf der Sekundarstufe I eingegangen. |
Marita
Schocker-von Ditfurth & Team
(wann? wo?) Praxiserfahrungen in der Lehrerausbildung: Neue Wege durch Blended Learning am Beispiel des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „E-LINGO – Didaktik des frühen Fremdsprachenlernens“. Leitgedanke bei der Konzeption des Studiengangs, der im Auftrag der Landesstiftung Baden-Württemberg entwickelt wurde, war die Vorstellung einer berufsfeldbezogenen Wissenschaftlichkeit der Lehrerbildung. Diese geht von einer Analyse des erforderlichen Wissens und der erforderlichen Kompetenzen in zukünftigen Praxisfeldern aus. Da wir auf die Vorteile, die ein virtualisiertes, zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglicht, nicht verzichten wollten, bestand die Herausforderung für uns darin, wie wir den Studierenden eine praxisbezogene Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sprachlernkontexten der Primarstufe ermöglichen konnten. Der Workshop stellt die Angebote vor und berichtet, welche Erfahrungen die Studierenden mit diesen Angeboten machen. Der Studiengang wurde an der Pädagogischen Hochschule Freiburg in Kooperation mit der Universität Gießen und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt. |
Almud Stärk
(wann?
wo?) Narrative Unterrichtsformen im Englischunterricht der Grundschule in den Klassen 1 und 2 Veröffentlichungen zur Rolle der Narrativität im Fremdsprachenunterricht der Grundschule liegen bereits vor. Allerdings beschäftigen sich diese Arbeiten hauptsächlich mit dem Englischunterricht ab Klasse 3. In Baden- Württemberg wird seit 2003 an allen Grundschulen des Landes Fremdsprachenunterricht ab der ersten Grundschulklasse erteilt. In den ersten beiden Schuljahren ist meine Unterrichtsforschung zum Einsatz narrativer Unterrichtsformen im Englischunterricht angesiedelt. Im Rahmen einer qualitativen Fallstudie wurde Daten in zwei Versuchsklassen gesammelt, die derzeit durch qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet werden. Hierbei werden besonders interaktive, psycholinguistische und fremdsprachendidaktische Aspekte untersucht. Aus den Ergebnissen wird ein Planungsmodell zum sinngestaltenden Erzählen im Englischunterricht der ersten beiden Schuljahre entwickelt. Der Vortrag stellt den derzeitigen Stand der Arbeit vor. |
Susanne Thanheiser
(wann? wo?) Englisch lernen im Kindermuseum Kindermuseen blicken nehmen einen festen Platz in der deutschen Bildungslandschaft ein. Während das Angebot an naturwissenschaftlichen, geschichtlichen, technischen, kulturellen und umweltrelevanten Themen in seiner Vielfalt kaum zu übertreffen ist, wurde dem Phänomen Sprache bislang von Seiten der Kindermuseen nahezu keine Beachtung geschenkt und nur am Rande als „Ausstellungsgegenstand“ thematisiert. Und das, obwohl die Methoden und Prinzipien von Kindermuseen mit denen eines handlungsorientierten Englischunterricht einhergehen. Wie könnte ein Kindermuseum aussehen, das auf das Lernen von Sprachen ausgerichtet ist und den Schulunterricht sinnvoll ergänzt? Dies ist die zentrale Frage, die im Rahmen meiner Examensarbeit „Englisch lernen im Kindermuseum“ aufgeworfen wurde. Die Antwort ist eine Lernlandschaft in Form einer Stadt mit einem Word Supermarket, in dem Wörter eingekauft werden können, einer Straße aus Häusern in Buchform (Big Book Avenue), dem Story Castle, das zum Hören englischsprachiger Geschichten einlädt, dem Detective Office, in dem mysteriösen Rätseln auf die Spur gekommen wird oder der Holiday Island, die zu einer Reise in einen englischsprachigen Kulturraum einlädt. Auch wenn die Idee „Englisch lernen im Kindermuseum“ als Gesamtgebilde zunächst eine Vision bleibt, so ist sie dennoch ein Denkanstoß und möglicherweise der Anfang einer kleinen museumspädagogischen Aktion, die sich schon heute mit überschaubarem Aufwand umsetzen lässt. |
Christoph Vatter
(wann?
wo?) Die Voraussetzungen des Englischunterrichts in Klasse 5 Da der Englischunterricht in Bayern bereits in der Grundschule im Rahmen der KdLP konkrete Ziele setzt, muss der Unterricht in Jahrgangsstufe 5 sich an diesen Zielen orientieren und sie weiterführen. Nur so ist gewährleistet, dass es an der Nahtstelle von der Grundschule zur Klasse 5 keine Reibungsverluste gibt und an die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler angeknüpft wird. Hier kommt es darauf an den Schüler dort abzuholen, wo er am Ende der 4. Jahrgangsstufe steht. Deshalb berücksichtigt der Vortrag die folgenden Aspekte:
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Miriam Kurz
(wann? wo?) Karin Vogt Erstklässler und Lernsoftware – inkompatibel? Nachdem im Jahre 2003/2004 in Baden-Württemberg der Fremdsprachenunterricht ab Klasse 1 flächendeckend eingeführt wurde, wissen wir noch wenig über den institutionalisierten Fremdsprachenunterricht mit sehr jungen Lernern. Junge Lerner, so scheint es, brauchen viel Anleitung von der Lehrkraft, es wird eher auf Realien und traditionelle Materialien und Medien wie Storybooks oder die Handpuppe zurückgegriffen. Lernsoftware, die selbstentdeckendes Lernen fördert, scheint inkompatibel mit dem Fremdsprachenunterricht in der ersten Klasse zu sein. Im Rahmen eines Forschungsprojektes rückte die mediale Komponente des Fremdsprachenunterrichts mit jungen Lernern in den Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse fokussiert die beobachtbaren Abläufe beim selbstentdeckenden Lernen mit der Lernsoftware Wizadora bei Erstklässlern im Englischunterricht. Neben dem Untersuchungsdesign und den Methoden der Datenerhebung und –auswertung werden die Ergebnisse des Projektes zur Diskussion gestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Ausbildung rezeptiver fremdsprachlicher Fertigkeiten und dem Potenzial des Softwareeinsatzes für die Unterstützung selbstständigen Lernens im Englischunterricht der Grundschule. |
Mona Wanders
(wann?
wo?) Bildgestütztes Präsentieren von Geschichten – (k)eine Kunst ? Im frühen Fremdsprachenlernen ist die Arbeit mit ‚picturebooks’ heute eine Selbst-verständlichkeit. Die Lehrkräfte wählen authentische oder didaktisierte englischsprachige Kinderbücher und präsentieren im Unterricht ihren Schülern die Bilder und Geschichten. Den Sprachanfängern begegnen so von Anfang an umfangreiche bildgestützte (Hör-)Texte mit anspruchsvollen Strukturen und differenzierten Wortschatzelementen. Die Reaktionen der Schüler auf das Erlebte dokumentieren erfolgreiches Hör- und Sehverstehen: auf Deutsch können sie Handlungsabfolgen beschreiben sowie die Schlüsselszenen nacherzählen, teilweise sogar Geschehnisse interpretieren, alles bereits nach dem ersten Hören. Die Art und Qualität der Erstpräsentation von bildgestützten Texten durch die Lehrkraft beeinflusst das Hör- und Sehverstehen der Schüler. Welche Mittel erfahrene Lehrkräfte einsetzen bei der Erstpräsentation von Geschichten, zeigen Filmausschnitte aus bayrischen Grundschulen, die mit der anschließenden Befragung von Schülern gekoppelt werden, um deren Verständnis zu dokumentieren. |
Petra Bosenius
(wann? wo?)
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Gudrun Wagner
(wann?
wo?) Ermittlung und Bewertung des Lernstandes in den Klassen 3 und 4 Seit der Einführung des ergebnisorientierten Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule hat die Frage nach der Ermittlung und Bewertung des Lernstandes zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Zahl der Beiträge zu diesem Thema hat sich in den letzten Jahren beträchtlich erhöht. Die meisten davon widmen sich nur sehr kleinen Ausschnitten aus diesem Gebiet. Sie folgen jeweils einem individuellen Konzept, so dass eine einheitliche und begründete Systematik fehlt. Eine solche Systematik für den Einsatz und die Bewertung von Verfahren und Materialien zur Ermittlung des Lernstandes in den Klassen 3 und 4 muss sich allen gängigen Verfahren widmen: (1) gezielten Aufgaben, (2) Beobachtungsbögen und (3) dem Portfolio für Sprachen. Diese Verfahren sind vor der besonderen Situation der Kinder und Lehrkräfte in der Primarstufe zu prüfen und zu bewerten. Vor diesem Hintergrund sind neue Vorschläge zu erarbeiten. Der Vortrag stützt sich auf das erste Handbuch, das auf der Basis dieser Notwendigkeiten und Anforderungen erarbeitet wurde: Dieter Mindt und Gudrun Wagner, Lernstand im Englischunterricht: Ermittlung und Bewertung - für die Klassen 3 und 4 (Erscheinungstermin: Februar 2007). Er erschließt eine neue Systematik dieses Gebietes unter Hervorhebung der Vorzüge und Probleme einzelner Verfahren. |